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Presse 14/2026

Schwab: „Starke Unternehmen in unserer Region bedeuten auch ein starkes Europa"

Brüssel, 09.07.2026
 

Besuch bei EZU Königsheim - Austausch über den Industriestandort Deutschland und die Zukunft des produzierenden Mittelstands

Der Europaabgeordnete Andreas Schwab (CDU) war Gast bei EZU in Königsheim. Das Unternehmen steht bereits seit vielen Jahren mit Schwab im Austausch und schätzt den regelmäßigen, offenen Dialog. Im Mittelpunkt des Treffens mit Geschäftsführer Andreas Zumkeller standen die aktuellen Herausforderungen für produzierende Unternehmen in Deutschland und Europa sowie die Frage, wie sich der Mittelstand für die Märkte von morgen aufstellen kann.

"EZU bekennt sich weiterhin klar zum Industriestandort Deutschland. Trotz steigender Kosten, zunehmender Regulierung und des tiefgreifenden Wandels insbesondere in der Automobilindustrie nimmt das Unternehmen die Herausforderungen an“, bekräftigte der Geschäftsführer. Die Automobilbranche sei nach wie vor ein wichtiger Markt für EZU. Gleichzeitig ist sich das Unternehmen bewusst, dass sich Kundenstrukturen und Bedarfe verändern.

Darauf hat sich EZU bereits seit Jahren vorbereitet. Das Unternehmen hat seine Kompetenzen bewusst so weiterentwickelt, dass heute Kunden aus unterschiedlichsten Branchen bedient werden können. Dabei versteht sich EZU nicht als klassischer Zerspanungsbetrieb, sondern vielmehr als Entwickler und Umsetzer industrieller Fertigungsprozesse. Ob Fräsen, Drehen oder andere spanende Verfahren: Im Vordergrund steht die Aufgabe des Kunden. Dafür entwickelt EZU die notwendigen Prozesse und überführt diese in eine wirtschaftliche und zuverlässige Serienfertigung.

Gerade in neuen Wachstumsbranchen sind die Stückzahlen derzeit häufig noch geringer als in den traditionellen Märkten. "Dies verlangt auch von EZU Veränderungen und neue Denkweisen. Gleichzeitig ist das Unternehmen überzeugt, dass mit dem Wachstum dieser Branchen auch deren industrielle Bedarfe steigen werden“, erklärt Andreas Zumkeller. Hier sieht sich EZU gut positioniert: Über viele Jahrzehnte hat das Unternehmen bewiesen, dass es bei anspruchsvollen Stückzahlen und hohen technischen Anforderungen ein verlässlicher Industriepartner sein kann.

Intensiv diskutiert wurden mit Andreas Schwab die Wettbewerbsbedingungen innerhalb der Europäischen Union. Aus Sicht von EZU stellen unterschiedliche Kostenstrukturen, etwa beim Lohnniveau, sowie die stetig wachsende Zahl an Gesetzen, Richtlinien und administrativen Anforderungen deutsche Unternehmen vor große Herausforderungen. Während innerhalb des europäischen Binnenmarktes miteinander konkurriert wird, unterscheiden sich die Rahmenbedingungen teilweise erheblich. Für den deutschen Mittelstand kann dies zu einem spürbaren Wettbewerbsnachteil werden.

Ein weiteres Thema war die Förderung von Transformation und Innovation. EZU sieht hier Handlungsbedarf: Unternehmen, die bereit sind, in neue Technologien, Fertigungsprozesse und qualifizierte Mitarbeitende zu investieren, um auch zukünftig wirtschaftlich in Deutschland produzieren zu können, sollten stärker unterstützt werden. Denn die Kosten einer solchen Transformation lassen sich nicht ohne Weiteres an die Kunden weitergeben.

Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurde auch die zunehmende Verunsicherung vieler Menschen thematisiert. Aus Sicht von EZU braucht es verlässliche Perspektiven und klare politische Rahmenbedingungen. Gerade in Zeiten großer Veränderungen sind nachvollziehbare Entscheidungen und Planungssicherheit für Unternehmen und Beschäftigte von besonderer Bedeutung.

Im gemeinsamen Gespräch wurden die Standortbedingungen verschiedener europäischer Länder mit Deutschland verglichen. Dabei wurde deutlich: Deutschland hat als Industriestandort heute mit strukturellen und kostenseitigen Nachteilen zu kämpfen, verfügt gleichzeitig aber weiterhin über eine hohe Innovationskraft, großes technisches Know-how und hervorragend qualifizierte Menschen. Über diese Chancen und Herausforderungen fand ein offener Austausch auf Augenhöhe statt.

Schwab: "Der Besuch bei EZU zeigt: Innovation beginnt dort, wo Unternehmen neue Lösungen entwickeln, produzieren und Verantwortung übernehmen. Bei EZU geht man den Wandel konkret an und entwickelt aus der Erfahrung in der Automobilzulieferung neue Produkte und erschließt neue Märkte. Genau dafür brauchen wir in Europa weniger Bürokratie, faire Regeln, mehr Wettbewerbsfähigkeit und mehr Freiraum für Innovationen. Denn starke Unternehmen in unserer Region bedeuten auch ein starkes Europa. Dafür setze ich mich auch weiterhin ein.“ 

Zum Abschluss besichtigte Andreas Schwab die Fertigung und informierte sich über verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte bei EZU. Bereits seit mehr als fünf Jahren arbeitet das Unternehmen in unterschiedlichen Bereichen an neuen Verfahren, Prozessen und Technologien. Damit verfolgt EZU ein klares Ziel: Veränderung aktiv gestalten und industrielle Wertschöpfung auch in Zukunft am Standort Deutschland ermöglichen.

Für weitere Informationen:

Andreas Schwab MdEP: +32 228 45938